Grundlagen

Was ist ein Depot? Wie es funktioniert und worauf es ankommt

4. Oktober 2026 13 Min AHArnd Hellwig
Ein Schrank aus gleichförmigen Schließfächern, ein Fach steht offen, darin liegt ein kleiner Stapel, im Schloss steckt ein Schlüssel
Auf den Punkt
  • Ein Depot ist dein Zugang zu Sachwerten wie Aktien und Fonds. Breit gestreute Aktien lagen über lange Zeiträume historisch deutlich über der Inflation, ohne Garantie für die Zukunft. Anders als Geld auf dem Konto bleiben die Wertpapiere dein Eigentum.
  • Geht die Bank pleite, gehören deine Wertpapiere nicht zur Insolvenzmasse. Fondsvermögen ist zusätzlich als Sondervermögen vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Gegen Kursverluste schützt beides nicht.
  • Das Depot selbst ist selten der große Kostenfaktor. Über das Ergebnis entscheiden, was du hineinkaufst, wie viel Risiko du trägst und ob die Anlage zu deinem Zeithorizont passt.

Information und Werbemitteilung von Fulminant Finanzdienstleistungen · Stand 4. Oktober 2026 · keine Anlageberatung

Wer sich mit Vermögensaufbau beschäftigt, ob mit dem Altersvorsorgedepot, einem ETF-Sparplan oder vermögenswirksamen Leistungen, landet früher oder später bei demselben Wort: Depot. Es klingt nach Börse, nach Fachwissen und nach einer Entscheidung, für die man erst einmal Vorkenntnisse braucht. Die Grundidee ist aber einfach.

Ein Depot ist der Ort, an dem deine Wertpapiere verwahrt werden. Fondsanteile, ETFs, Aktien oder Anleihen bekommst du nicht als Papier nach Hause, sie liegen in einem Depot bei einer Bank. Das Depot selbst ist dabei die Hülle. Was du hineinlegst, entscheidet über Chancen, Risiken und am Ende über das Ergebnis.

Depot und Konto: der Unterschied, auf den es ankommt

Auf einem Konto liegt Geld. Genauer gesagt hast du einen Anspruch gegen die Bank, dir diesen Betrag auszuzahlen. Die Bank arbeitet mit dem Geld. Geht sie pleite, springt die gesetzliche Einlagensicherung ein: Geschützt sind bis zu 100.000 Euro je Kunde und Bank.

Im Depot liegen Wertpapiere. Die Bank verwahrt sie für dich, sie gehören ihr aber nicht. Nach Auskunft der Finanzaufsicht BaFin bleiben Wertpapiere Eigentum der Kundinnen und Kunden. Das ist der wichtigste Unterschied, und aus ihm folgt fast alles andere.

KontoDepot
Was dort liegtGeldWertpapiere: Fondsanteile, ETFs, Aktien, Anleihen
Wem es gehörtDu hast einen Anspruch gegen die BankDie Wertpapiere bleiben dein Eigentum
Wenn die Bank pleitegehtEinlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde und BankWertpapiere gehören nicht zur Insolvenzmasse, du kannst sie herausverlangen
WertDer Betrag bleibt gleich, die Kaufkraft nichtKurse schwanken, Verluste sind möglich. Dafür gibt es Renditechancen: Weltweit gestreute Aktien lagen über lange Zeiträume historisch deutlich über der Inflation, garantiert ist das nicht.
Wofür gedachtAlltag, Rücklagen, Geld für die nächsten JahreGeld, das mehrere Jahre liegen bleiben kann

Zu fast jedem Depot gehört ein Verrechnungskonto. Darüber läuft das Geld: Kaufst du Wertpapiere, wird der Betrag dort abgebucht. Verkaufst du oder schüttet ein Fonds aus, wird das Geld dort gutgeschrieben, und auch Gebühren laufen meist über dieses Konto. Für das Guthaben auf dem Verrechnungskonto gilt die normale Einlagensicherung. Für die Wertpapiere im Depot gilt sie nicht, sie sind auf andere Weise geschützt.

Warum ein Depot für den Vermögensaufbau so wichtig ist

Auf dem Konto bleibt der Betrag gleich, die Inflation nagt aber daran. Im Depot liegt dein Geld in Sachwerten, etwa in Anteilen an Unternehmen. Genau das macht über lange Zeiträume den Unterschied.

Die Langfristdaten sind deutlich: Weltweit gestreute Aktien brachten von 1900 bis 2024 im Schnitt 5,2 Prozent pro Jahr über der Inflation, Anleihen 1,7 Prozent, kurzfristige Geldmarktanlagen 0,5 Prozent. Auch in den letzten 25 Jahren, mit Dotcom-Crash, Finanzkrise und Pandemie, lagen Aktien bei 3,5 Prozent pro Jahr über der Inflation. Dazwischen gab es lange Phasen mit Verlusten, und für die Zukunft ist nichts davon garantiert. Wer Zeit hatte, war mit Aktien historisch aber klar besser gestellt.

Dazu kommen Vorteile, die am Depot selbst liegen:

  • Du bleibst flexibel. Ein freies Depot bindet dich nicht: Du kannst jederzeit verkaufen, ohne Förderung zurückzuzahlen, anders als bei geförderten Verträgen.
  • Du kannst klein anfangen. Sparpläne sind schon mit kleinen Monatsraten möglich, Fondsanteile auch in Bruchteilen.
  • Ein Fonds streut breit. Schon mit einem weltweiten Aktienfonds bist du an Hunderten bis Tausenden Unternehmen beteiligt.
  • Steuerlich überschaubar. Erträge bis 1.000 Euro im Jahr bleiben steuerfrei, bei Zusammenveranlagung 2.000 Euro. Kursgewinne werden in der Regel erst beim Verkauf versteuert, bei Fonds kann vorher die Vorabpauschale anfallen. Eine deutsche Bank führt die Steuer selbst ab.

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Was mit deinen Wertpapieren im Depot passiert

Kaufst du einen Fondsanteil oder eine Aktie, bucht die Bank sie in dein Depot ein. Papier wechselt dabei nicht den Besitzer. Gleichartige Wertpapiere vieler Anleger werden in der Regel gemeinsam bei einer zentralen Wertpapiersammelbank verwahrt, das nennt sich Girosammelverwahrung. Du bist dann Miteigentümer am Gesamtbestand, im Umfang deines Anteils. So regelt es das Depotgesetz.

Für dich heißt das: Dein Depotauszug zeigt keine Summe, die dir die Bank schuldet, sondern eine Liste von Wertpapieren mit Stückzahl, die dir gehören. Der Euro-Betrag daneben ist eine Momentaufnahme und ändert sich mit jedem Kurs.

Daraus folgt auch, was ein Depot nicht kann: Geld überweisen wie ein Konto. Brauchst du Geld, verkaufst du Anteile, und der Erlös landet auf dem Verrechnungskonto. Zu welchem Preis, entscheidet der Kurs an diesem Tag. Deshalb gehört ins Depot nur Geld, das mehrere Jahre liegen bleiben kann. Wie sich Ersparnisse nach Zeithorizont aufteilen lassen, zeigt die Seite Vermögensaufbau.

Wenn die Bank pleitegeht: Warum dein Depot geschützt ist

Die häufigste Sorge zuerst. Die Antwort fällt beim Depot beruhigender aus als beim Konto.

Weil die Wertpapiere dir gehören, fallen sie nicht in die Insolvenzmasse der Bank, und ihre Gläubiger können nicht darauf zugreifen. Du kannst verlangen, dass deine Wertpapiere herausgegeben oder auf ein Depot bei einer anderen Bank übertragen werden. Juristisch heißt das Aussonderung (§ 47 Insolvenzordnung).

Oft liest man, Wertpapiere im Depot seien „Sondervermögen“. Genau genommen gehört der Begriff zu Investmentfonds, und dort beschreibt er eine zweite Schutzschicht. Das Fondsvermögen muss getrennt vom eigenen Vermögen der Fondsgesellschaft gehalten werden. Es haftet nicht für ihre Schulden und gehört nicht zu ihrer Insolvenzmasse, falls sie selbst pleitegeht (§§ 92, 93 und 99 Kapitalanlagegesetzbuch).

Bei Fonds und ETFs greifen zwei Schutzschichten: Das Depot trennt deine Anteile vom Vermögen der Bank, das Sondervermögen trennt das Fondsvermögen vom Vermögen der Fondsgesellschaft.

Für den seltenen Fall, dass ein Institut Wertpapiere oder Geld aus Wertpapiergeschäften nicht zurückgeben kann, gibt es zusätzlich die gesetzliche Anlegerentschädigung. Sie deckt 90 Prozent der Forderung, höchstens 20.000 Euro. Für Beratungsfehler oder entgangene Gewinne gilt sie nicht.

Zwei Dinge schützt das alles nicht, und sie gehören ehrlich dazu:

  • Kursverluste. Fällt der Wert deiner Fonds oder Aktien, ist das kein Schadensfall, sondern das Risiko der Anlage. Dagegen gibt es keine Sicherung.
  • Die Pleite eines Herausgebers. Anleihen und Zertifikate sind Schuldverschreibungen: Du hast einen Zahlungsanspruch gegen den, der sie ausgegeben hat. Geht er pleite, bekommst du das Wertpapier zwar aus dem Depot zurück, es ist dann aber womöglich wenig oder nichts mehr wert. Fachleute nennen das Emittentenrisiko.

Was ein Depot kostet

Das Depot selbst ist selten der große Posten. Ins Geld geht vor allem, was du darin kaufst und wie oft du handelst. Diese Kosten kommen vor:

KostenartWas dahintersteckt
DepotentgeltJährliche Gebühr für die Verwahrung. Bei vielen Online-Anbietern entfällt sie, bei Filialbanken und Fondsplattformen ist sie häufig ein fester Betrag oder ein Prozentsatz des Depotwerts.
OrdergebührFällt bei jedem Kauf und Verkauf an, bei Sparplänen oft niedriger oder pauschal.
AusgabeaufschlagEinmalig beim Kauf eines Fonds über die Fondsgesellschaft, als Prozentsatz des Anlagebetrags. Wer ETFs über die Börse kauft, zahlt keinen, dafür Ordergebühr und Spread.
Spread und HandelsplatzentgeltDer Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs und die Gebühr des Handelsplatzes. Steht auf keiner Rechnung, kostet aber trotzdem.
Laufende FondskostenStecken im Fonds selbst und werden nicht abgebucht. Sie mindern jedes Jahr die Wertentwicklung, bei ETFs meist deutlich weniger als bei aktiv gemanagten Fonds.
ZuwendungenTeile der Fondskosten, die an Bank, Plattform oder Vermittler fließen. Sie müssen offengelegt werden.

Feste Gebühren wirken bei kleinen Beträgen stärker. 18 Euro Depotentgelt im Jahr sind bei einer Sparrate von 40 Euro im Monat rechnerisch 3,75 Prozent der jährlichen Einzahlung, bei 400 Euro im Monat noch 0,375 Prozent.

Zusammensuchen musst du die Posten nicht. Banken und Broker müssen dir vor einem Geschäft alle Kosten samt ihrer Wirkung auf die Rendite zeigen und dir mindestens einmal im Jahr aufstellen, was tatsächlich angefallen ist (Art. 50 der Delegierten Verordnung (EU) 2017/565). Auch Finanzanlagenvermittler müssen Kosten und Nebenkosten vor der Vermittlung offenlegen.

Ehrlich gehört dazu: Ein Onlinedepot mit ETF-Sparplan in Eigenregie ist bei den laufenden Kosten in der Regel günstiger als ein Fondsdepot, das über einen Berater geführt wird. Die Frage ist, was du für den Unterschied bekommst. Das hängt davon ab, wie sicher du die Entscheidungen im nächsten Abschnitt selbst triffst. Warum die günstigste Hülle nicht automatisch die beste Lösung ist, zeigen wir am Beispiel des Altersvorsorgedepots im Beitrag Sind ETFs automatisch günstiger?

Welche Depotarten es gibt

Depots unterscheiden sich in drei Punkten: wem sie gehören, wo sie geführt werden und welche Regeln daran hängen.

Wem das Depot gehört

Ein Einzeldepot hat einen Inhaber, das ist der Normalfall. Ein Gemeinschaftsdepot führen zwei Personen zusammen, meist Paare. Ob jeder allein verfügen darf oder nur beide gemeinsam, wird bei der Eröffnung festgelegt.

Ein Depot für ein Kind läuft auf den Namen des Kindes, die Eltern verwalten es. Was darin liegt, gehört dem Kind. Mit dem 18. Geburtstag endet die Verfügungsberechtigung der Eltern, ab dann entscheidet das Kind allein. Steuerlich kann es eigene Freibeträge nutzen, etwa den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro im Jahr. Beides solltest du kennen, bevor du für dein Kind ein Depot eröffnest.

Wo das Depot geführt wird

Verbreitet sind vier Wege:

WoWer entscheidet, was gekauft wirdBeratungKosten
Filialbankdu, auf Wunsch nach Beratungdurch die Bank, im Auftrag des eigenen Hauses, mit Prüfung, ob die Empfehlung zu dir passtDepot- und Ordergebühren meist höher als online
Onlinebroker oder Trading-Appdu alleinkeine, ausgeführt wird, was du beauftragstniedrig, oft ohne Depotentgelt
Fondsdepot über einen Finanzanlagenvermittlerdu, nach Beratungzu Investmentfonds und ETFs, mit Prüfung, ob die Empfehlung zu dir passtDepotentgelt, teils Ausgabeaufschläge; die Vergütung wird offengelegt
Vermögensverwaltung, auch digital (Robo-Advisor)der Anbieter, im Rahmen der vereinbarten StrategieAuswahl der Strategie per Gespräch oder Fragebogenlaufende Verwaltungsgebühr auf das Depotvolumen

Der Unterschied liegt weniger in der Technik als in der Frage, wer die Entscheidungen trifft. Beim Onlinebroker oder in der App bist du das allein. Ob eine Anlage zu deinen Zielen passt, prüft dort niemand, denn diese Prüfung gehört zur Anlageberatung. Bei einfachen Wertpapieren wie Aktien oder den meisten Fonds darf sogar die Abfrage deiner Kenntnisse entfallen, wenn der Anbieter dich darauf hinweist (§ 63 Abs. 11 Wertpapierhandelsgesetz).

Das ist kein Mangel, sondern das Geschäftsmodell, und für Anleger, die wissen, was sie tun, ist es ein gutes. Wer am Anfang steht, übernimmt mit dem günstigen Depot aber auch alle Entscheidungen, die danach kommen: welcher Fonds, wie viel Risiko, welcher Topf, wie viel im Monat und was du tust, wenn die Kurse fallen.

Ein Depot zu eröffnen ist der leichte Teil. Was hineinkommt, wie viel Risiko du trägst und ob du in schlechten Jahren dabeibleibst, entscheidet über das Ergebnis.

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  • 13 Anlagestrategienmit unterschiedlich hohem Aktienanteil
  • Depot bei der FIL Fondsbankdirekt online eröffnet
  • Sparplan ab 50 Euroim Monat, je nach Strategie
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Kurse schwanken, Verluste sind möglich. Maßgeblich sind die Unterlagen der gewählten Strategie.

Zur Einordnung unserer Rolle: Wir sind Versicherungsmakler und Finanzanlagenvermittler. Wenn wir zur Geldanlage beraten, dann zu Investmentfonds und ETFs. Wie bei jeder Anlageberatung müssen wir vor einer Empfehlung prüfen, ob sie zu deinen Kenntnissen, deinen finanziellen Verhältnissen und deinen Zielen passt, und dir das vor dem Abschluss in einer Geeignetheitserklärung festhalten. Einzelaktien, Anleihen und Zertifikate gehören nicht zu unserer Erlaubnis.

Depots mit eigenen Regeln

Manche Verträge heißen Depot oder nutzen eines, folgen aber eigenen Regeln. Für die meisten Leser dieses Ratgebers sind zwei davon wichtig.

VL-Depot. Vermögenswirksame Leistungen in Fonds laufen für die Sparzulage über einen eigenen VL-Sparvertrag mit Sperrfrist. Ein normaler ETF-Sparplan in deinem freien Depot ist keine zulagefähige VL-Anlage. Welche VL-Wege es gibt und was sie im Vergleich bringen, steht im Beitrag Vermögenswirksame Leistungen anlegen.

Altersvorsorgedepot. Ab dem 1. Januar 2027 können Anbieter das Altersvorsorgedepot anbieten. Es trägt das Wort Depot im Namen, ist aber ein zertifizierter Altersvorsorgevertrag: mit staatlichen Zulagen, einem vom Anbieter festgelegten Anlageangebot und Geld, das für den Ruhestand bestimmt ist. Wer vorher kündigt und sich das Geld auszahlen lässt, muss Zulagen und Steuervorteile zurückgeben. Frei bespielen wie ein normales Depot kannst du es nicht. Was es leistet, steht auf der Seite Altersvorsorgedepot, wie es sich gegen ein freies Depot rechnet, im Vergleich mit dem ETF-Sparplan.

Ein Depot, das du heute eröffnest, ist zunächst ein normales, ungefördertes Depot. Wer sich 2026 bei einem Anbieter einen Platz sichert, hat beim Start keinen Vorteil davon. Warum, steht im Beitrag Standarddepot oder freies Altersvorsorgedepot?

Was nach Depot aussieht, aber keins ist

Bei einer fondsgebundenen Renten- oder Lebensversicherung fließen deine Beiträge zwar in Fonds, ein Depot auf deinen Namen gibt es aber nicht. Die Fondsanteile hält der Versicherer, du hast einen Anspruch aus dem Versicherungsvertrag. Für den Fall, dass ein Lebensversicherer pleitegeht, gibt es mit Protektor einen eigenen gesetzlichen Sicherungsfonds. Das ist ein anderer Schutz als beim Depot, und für Kosten, Steuern und Auszahlung gelten andere Regeln. Auch eine Betriebsrente ist kein Depot, selbst wenn das Geld dort in Fonds angelegt wird.

Was du jetzt tun kannst

  • ✓ Kläre zuerst, wann du das Geld brauchst. Ins Depot gehört, was mehrere Jahre liegen bleiben kann. Notgroschen und geplante Anschaffungen gehören nicht hinein.
  • ✓ Entscheide den Topf, bevor du den Anbieter wählst: freies Depot, VL-Vertrag oder ab 2027 ein Altersvorsorgedepot. Für Letzteres musst du 2026 nichts eröffnen und nichts vormerken.
  • ✓ Lies bei jedem Angebot die Kosteninformation, nicht nur die Werbung mit null Euro Depotentgelt. Entscheidend ist, was alle Kosten zusammen pro Jahr von deiner Rendite abziehen.
  • ✓ Hast du schon ein Depot, auch in einer App, musst du nichts überstürzen. Ein Wechsel kostet dich bei der abgebenden Bank nichts und ist jederzeit möglich. Schau zuerst auf den Inhalt, dann auf die Hülle.

Wenn du nicht allein entscheiden willst, was in dein Depot gehört: Im kostenlosen Check-up-Gespräch klären wir, welcher Topf zu deinem Ziel passt, und schauen ein bestehendes Depot gleich mit an. Im Gespräch wird nichts eröffnet und nichts abgeschlossen.

Häufige Fragen

Ist mein Geld im Depot sicher, wenn die Bank pleitegeht?

Deine Wertpapiere gehören dir und fallen nicht in die Insolvenzmasse der Bank. Du kannst verlangen, dass sie herausgegeben oder auf ein Depot bei einer anderen Bank übertragen werden. Für Guthaben auf dem Verrechnungskonto gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde und Bank. Nicht geschützt bist du gegen Kursverluste und gegen die Pleite des Herausgebers von Anleihen oder Zertifikaten.

Was ist der Unterschied zwischen Depot und Verrechnungskonto?

Im Depot liegen die Wertpapiere, auf dem Verrechnungskonto liegt das Geld. Über das Verrechnungskonto werden Käufe bezahlt, Verkaufserlöse und Ausschüttungen gutgeschrieben und meist auch die Gebühren abgebucht.

Kostet ein Depotwechsel etwas?

Die abgebende Bank darf dir für die Übertragung deiner Wertpapiere kein Entgelt berechnen, das hat der Bundesgerichtshof bereits 2004 entschieden. Kosten Dritter, etwa bei im Ausland verwahrten Wertpapieren, können im Einzelfall anfallen. Solange der Übertrag läuft, kannst du die betroffenen Wertpapiere nicht verkaufen.

Brauche ich für das Altersvorsorgedepot jetzt schon ein Depot?

Nein. Das Altersvorsorgedepot ist ein eigener, zertifizierter Vertrag, den Anbieter ab dem 1. Januar 2027 anbieten können. Ein Depot, das du heute eröffnest, ist zunächst ein normales, ungefördertes Depot. Eine Vormerkung oder Kontoeröffnung im Jahr 2026 bringt dir beim Start keinen Vorteil.

Kann ich mehrere Depots haben?

Ja, eine Begrenzung gibt es nicht. Den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro im Jahr, bei Zusammenveranlagung 2.000 Euro, kannst du per Freistellungsauftrag auf mehrere Banken aufteilen, insgesamt aber nur einmal nutzen. Mit jedem weiteren Depot steigt vor allem der Aufwand, den Überblick zu behalten.

Wie viel Geld brauche ich, um mit einem Depot anzufangen?

Einen gesetzlichen Mindestbetrag gibt es nicht, viele Anbieter ermöglichen Sparpläne schon mit kleinen Monatsraten. Feste Gebühren fallen bei kleinen Beträgen allerdings stärker ins Gewicht. Wichtiger als der Startbetrag ist, dass das Geld mehrere Jahre liegen bleiben kann.

Dieser Beitrag ist eine allgemeine Einordnung und ersetzt keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Was für dich konkret sinnvoll ist, hängt von deinem Einkommen, deinem Berufsstatus, deiner Familiensituation, bestehenden Verträgen, deinem Liquiditätsbedarf, deiner Steuerlast und deinem Risikoprofil ab.

Quellen und Belege

  1. BaFin: Einlagensicherung und Anlegerentschädigung, Verbraucherinformation (abgerufen am 04.10.2026)
  2. Verbraucherzentrale: Wertpapierdepot: So führen Sie es, so können Sie es wechseln (Stand: 04.02.2025)
  3. Deutscher Bundestag: Antwort der Bundesregierung, Insolvenzfolgen in der Lebensversicherung und Anlegerschutz bei Zertifikaten und Investmentvermögen, Drucksache 18/7221 (11.01.2016)
  4. Delegierte Verordnung (EU) 2017/565, Art. 50: Offenlegung von Kosten und Nebenkosten (EUR-Lex)
  5. IHK Pfalz: Neue Finanzanlagenvermittlerverordnung, Geeignetheit und Kosteninformation (abgerufen am 04.10.2026)
  6. Verbraucherzentrale: Mein Kind wird 18: Was ändert sich rund um Geld und Konten? (Stand: 28.08.2025)
  7. Verbraucherzentrale: Sinnvoll für Kinder und Enkelkinder sparen (Stand: 04.07.2025)
  8. Cambridge Judge Business School (Dimson/Marsh/Staunton): Report: stocks have far outperformed over the past 125 years (UBS Global Investment Returns Yearbook 2025), Daten bis Ende 2024

Rechtsgrundlagen: DepotG (§§ 5, 6), InsO (§ 47), KAGB (§§ 92, 93, 99), EinSiG, AnlEntG (§ 4), WpHG (§ 63), FinVermV (§§ 13, 16, 18), EStG (§ 20 Abs. 9), jeweils in der am Stichtag geltenden Fassung; BGH, Urteile vom 30.11.2004, XI ZR 200/03 und XI ZR 49/04. Rechtsstand 4. Oktober 2026. Der Beitrag enthält keine Empfehlung für eine bestimmte Anlage. Der Hinweis auf unseren Robo-Advisor ist Werbung für ein eigenes Vermittlungsangebot: Vermögensverwalter ist die Reuss Private Bank für Wertpapierhandel AG, Depotbank die FIL Fondsbank; für die Vermittlung erhalten wir eine laufende Vergütung, deren Höhe vom Anlagevermögen und der gewählten Strategie abhängt. Bei Wertpapieren können Kurse schwanken und Verluste bis zum Totalverlust entstehen. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Angaben zur früheren Wertentwicklung: weltweite Aktien, Anleihen und Geldmarktanlagen über 35 Märkte, reale Renditen nach Inflation, Zeiträume 1900 bis 2024 und 2000 bis 2024, Quelle UBS Global Investment Returns Yearbook 2025 (Dimson/Marsh/Staunton); aus Euro-Sicht können Währungsschwankungen das Ergebnis erhöhen oder mindern. Vergütung: Werden über uns Investmentfonds vermittelt, kann eine Vergütung durch den jeweiligen Produktanbieter anfallen; Einzelheiten enthält die Statusinformation vor einer Vermittlung.

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AHArnd Hellwig

Geschrieben von Arnd Hellwig

Versicherungsmakler und Geschäftsführer von Fulminant Finanzdienstleistungen

Ich schreibe hier aus der Beratungspraxis: frei in der Anbieterwahl, persönlich verantwortlich und mit dem Ziel, Vorsorge verständlich statt verkäuferisch zu erklären.

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